Europameisterschaft in Luzern 2013

Nach langer Vorbereitung und hartem Training war es am 31. Mai so weit, dass sich das österreichische Team auf den Weg nach Luzern zur Shinkyokushin Europameisterschaft machte. Neben unseren drei Kämpfern, Jasko, Jürgen und Peter, reisten auch noch Sensei Marek Kubek und die Senpais Wojtek Olech, Andreas Kandlhofer, Javor Ganev und Peter Kohlruss als Trainer bzw. Schiedsrichter an. Zur Unterstützung unseres Teams waren außerdem noch Sascha Kohlruss, Predrag Simeunovic, Christian Jobst und Wolfgang Gumprecht mit von der Partie.

 

Schon am Freitag war dann bei der Abwaage der erste spannende Moment. Jürgen und Peter hatten beide Gewicht verlieren müssen, damit sie in den jeweiligen Kategorien -80kg und -90kg antreten durften. Nach einem letzten Tag des Fastens konnten beide erleichtert aufatmen. Nachdem am Samstag dann die EM der Junioren stattfand, bei der Österreich leider dieses Mal keine Teilnehmer angemeldet hatte, ging es am Sonntag dann für unsere drei Kämpfer zur Sache.

In der Kategorie bis 80kg hatte Jürgen leider in der ersten Runde gleich ein schlechtes Los gezogen. Sein Gegner, Vytautas Cepla aus Litauen, war ein sehr starker und erfahrener Teilnehmer. Nach einer harten ersten Runde, in der Jürgen wie ein Löwe gekämpft hat, entschieden die Schiedsrichter mehrheitlich den Kampf für den Litauer, der später auch Vize-Europameister wurde. Nichtsdestotrotz hat sich Jürgen in seinem Kampf sehr gut geschlagen und gezeigt, dass er es auch mit dem amtierenden Vize-Europameister aufnehmen kann.

Peter kämpfte in der ersten Runde gegen Anvar Jafarov aus Aserbaidschan. Von Anfang an konnte Peter seinen Gegner gut unter Druck setzen und den Kampf bestimmen. Mit seinen starken Lowkicks trieb er den Gegner vor sich her und konnte so den Kampf bereits nach der ersten Runde durch Schiedsrichterentscheidung gewinnen. In der zweiten Runde wartete Marek Wolny aus Polen, der in der ersten Runde ein Freilos hatte. Nach kurzer Zeit wurde Peter mit einem starken Tritt zwischen die Beine von dem Polen gefoult. Der Kampf ging konnte danach zwar fortgeführt werden, aber man konnte sehen, dass Peter danach einfach keinen Rhythmus mehr fand. Nach der Hälfte des Kampfes zog Marek Wolny Peter unerlaubterweise nach unten und schlug ihn mit einem Kniestoß zum Kinn zu Boden. Die Schiedsrichter waren der Meinung, dass nicht gezogen wurde und entschieden auf KO-Sieg für Marek Wolny, der nachher den dritten Platz belegte. Auch Jasko hatte dieses Jahr kein Glück. Für ihn endete die EM unglücklicherweise so schnell wie sie begonnen hatte.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die unser Team unterstützt haben. Wir danken den Mitgereisten für die Unterstützung vor Ort, sowie allen, die im Training bei der Vorbereitung für die EM mithalfen. Vor allem möchten wir uns bei der Sport Union Wien bedanken, ohne deren Unterstützung es nicht möglich gewesen wäre, Österreich mit einem so großen Team bei der Europameisterschaft in Luzern zu vertreten.
OSU!